50. Puppenjahrgang auf Tour in Sachsen
Ein Reisebericht von Motte Scholpp
Dresden, Leipzig, Chemnitz, Zwickau, Radebeul, Bautzen
Kurz vor Beginn des neuen Sommersemesters, sind wir, der 50. Jahrgang Zeitgenössische Puppenspielkunst, quer der Sachsen gefahren um sechs Puppentheater und Mehrspartenhäuser ganz nah und persönlich kennenzulernen.
Unsere Reise startete am Mittwoch den 26.03. Trotz Bahnstreik waren alle pünktlich um 7.00 am Bahngleis und wir hüpften fröhlich und aufgeregt in den EC nach Dresden. Begleitet wurde unsere kleine Gruppe von Andree Gubisch.
Angekommen im TJG wurden wir ganz herzlich von den zwei Hausregiseur:innen Julia Sontag und Christoph Levermann empfangen. Gleich zu Beginn besuchten direkt das Ensemble Diplom "Das kalte Herz" von Sophia Bobić. Danach bekamen wir noch eine Hausführung, lernten die hauseigene Puppenwerkstatt kennen und unterhielten uns ganz angeregt mit der Puppenbauerin Laura Sanwald und ihrem Team. Die Führung durch das TJG beendeten wir mit einem Mitagessen in der Kantine. Danach bekamen wir noch von Dr. Kathi Loch eine Führung durch die Puppensammlung und konnten unter anderem den Roboterarm von Ingo Mewes und Julian Jungel bestaunen. Danach düsten wir weiter nach Leipzig.
Mit einer warmen Tasse Kaffee und einem festen Händedruck wurden wir im TDJW empfangen. Dort hatten wir dann erstmal die Möglichkeit den geschäftsführenden Dramaturg Jörn Kalbitz und die zwei Puppenspielerinnen Clara Fritsche und Luise Audersch mit Fragen zu Löchern. Anschließend besuchten wir die HP 2 des Theatergames "Crash, Boom, Bang". Danach ging es weiter nach Chemnitz.
Am nächsten morgen spazierten wir durch die Stadt zum Theater Chemnitz im Spinnbau und wurden direkt von der Dramaturgin Friderike Spindler begrüßt. Nach einem kleinen Snack zeigte uns Rike das Theater, welches sich in einer alten Spinnereimaschinefabrik befindet und wir besuchten eine Probe von "Versuch über meinen Großvater". Danach aßen wir noch gemeinsam zu Mittag machten ein Foto mit Karl Marx, oder besser gesagt seinem überdimensional großen Kopf und düsten weiter nach Zwickau.
Im Puppentheater Zwickau wurden wir sehr herzlich vom gesamten Ensemble Empfangen. Nach einer kurzen Erfrischung bekamen wir VR- Brillen mit denen wir uns den "Erlkönig" in Virtual Puppetry anschauten. Mal eine ganz andere Form des Puppenspiels. Danach unterhielten wir uns nach lange mit der Regisseurin Monica Gerboc und der Dramaturgin Dominique Suhr sowie dem Ensemble über das soeben gesehene und bekamen selbstgekochte Suppe die wir an einer großen Tafel im Foyer des Theaters verspeisten.
Am nächsten Morgen ging es weiter nach Radebeul. Dort besuchten wir das Landestheater Sachsen. Empfangen wurden wir von Konrad Till, Puppenspieler, der uns direkt mit in seine Probe nahm zu " Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor", bei einer Szene die gerade noch entwickelt wird durften wir auch unsere Ideen einbringen und mit der Puppe spielen. Danach wurde uns noch von Franziska Till das Haus gezeigt. Nach dem gemeinsamen Mittagessen machten wir uns dann auf zu unserer letzten Station: Bautzen.
Der Leiter des Puppentheaters Bautzen, Tim Heilmann, holte uns persönlich vom Bahnhof ab und nach einem kurzen Spaziergang durch die Stadt bekamen wir eine Führung durch das Puppentheater, welches sich in einer alten Burg befindet. Die Puppenbauer:innen waren leider schon im Feierabend, aber wir durften trotzdem einen Blick in die Werkstatt werfen. Nach der Führung machten wir uns auf zur Taucherkirche, wo wir das Diplom von Tizian Steffens "Schlafes Bruder" schauten.
Am nächsten Morgen ging es dann wieder zurück nach Berlin. Voll mit Eindrücken und Inspiration der letzten Tage. Schöner kann man gar nicht gemeinsam ins neue Semester starten.
Vielen Dank an die Hochschule und unseren Mentor Nis Sogaard welche uns diese wunderbare Exkursion ermöglicht haben sowie an die ganzen lieben Menschen und Theater die wir in diesen drei Tagen kennenlernen durften, und die uns so herzlich in Empfang genommen haben.
Text: Motte Scholpp
